Dynamic Facilitation löst Monster-Probleme.

Monster-Probleme sind hochkomplex, emotional aufgeladen und stark polarisierend. Sie lassen sich nicht mit linearen Methoden lösen.

Jim Rough, der Erfinder von Dynamic Facilitation, erkannte: Diese Probleme brauchen einen radikal anderen Ansatz, einen, der Spannung aushält statt sie aufzulösen.

Im Seminar haben wir uns einer hochkomplexen, emotional aufgeladenen und stark polarisierenden Frage gestellt:
„Wie kann eine friedliche Lösung für den Ukraine-Krieg gelingen?“
Ein Thema, bei dem viele Moderationsansätze an ihre Grenzen kommen. Zu groß. Zu widersprüchlich. Zu viel Schmerz, Meinung, Ohnmacht und Hoffnung.

Und genau deshalb war Dynamic Facilitation hier die richtige Methode.

Denn diese Methode versucht nicht, Meinungen zu sortieren statt Widersprüche zuzulassen oder schnelle Lösungen statt echtem Verständnis zu produzieren.
Sie hält Spannung & Konflikte aus.
Sie lässt Widersprüche stehen.
Sie vertraut darauf, dass etwas Neues entstehen kann.

Als Prozessbegleiterin erlebe ich:

Veränderung scheitert selten an Ideen,
sie scheitert am sozialen Boden.

Dynamic Facilitation bereitet genau diesen Boden:

Und ermöglicht eine fundamentale Verschiebung in der Art, wie Gruppen denken und handeln.

Die drei Prinzipien der Methode Dynamic Facilitation

Alles darf gesagt werden. Keine Zensur, keine Bewertung, volle Ausdrucksfreiheit für alle Perspektiven. Alles wird aufgeschrieben.

Es wird zugehört, wirklich zugehört. Tiefes, empathisches Zuhören ohne sofortige Reaktion. Nichts wird bewertet oder korrigiert.

Spannung wird ausgehalten. Widersprüche bleiben stehen, bis etwas Neues von selbst entsteht

In diesem Raum entsteht Vertrauen.

Und mit Vertrauen verschiebt sich etwas Grundlegendes:
weg von Ego-Lösungen
hin zu Ökosystem-Lösungen, die mehr tragen als Einzelinteressen.

Jim Rough nennt das Choice-Creating statt Decision-Making.

Nicht Entscheidungen treffen, sondern neue Möglichkeiten entstehen lassen. Widersprüche integrieren, tiefe Lösungen entwickeln, sowohl-als-auch-Denken.

Mein Fazit:

Dynamic Facilitation ist kein Tool.
Es ist eine Haltung für Prozesse,
in denen Komplexität, Konflikt und Zukunft ernst genommen werden.

Monster-Probleme brauchen keine schnellen Antworten.
Sie brauchen Räume, in denen kollektive Weisheit wachsen darf.

Als Facilitatorin bedeutet das: Vertrauen in den Prozess haben, auch wenn der Weg zunächst chaotisch erscheint.

Die Methode fordert uns auf, Kontrolle loszulassen und dem Entstehenden zu vertrauen.

Wenn ihr vor einem Monster-Problem steht

Vielleicht kennst du das:

Ein Thema, das sich seit Jahren im Kreis dreht.
Viele Perspektiven, viel Emotion, wenig Bewegung.
Spannungen, die niemand mehr wirklich anfassen will – und die doch alles beeinflussen.

Wenn du das Gefühl hast,
dass klassische Moderation hier nicht mehr greift,
dass „Lösungen“ zu früh kommen
oder dass Konflikte eher verwaltet als wirklich bearbeitet werden,

dann könnte Dynamic Facilitation der passende Raum sein.

Ich begleite Gruppen, Organisationen und Verwaltungen genau dort,
wo Probleme komplex, widersprüchlich und emotional aufgeladen sind –
dort, wo es kein Entweder-oder mehr gibt
und wo neue Wege nur entstehen können, wenn Spannung ausgehalten werden darf.

Wenn du prüfen möchtest,
ob Dynamic Facilitation für euer konkretes Anliegen sinnvoll ist,
schreib mir gerne: petra at prosoparis . de
Nicht mit einer fertigen Lösung,
sondern mit dem Problem, so wie es gerade ist.

Monster-Probleme brauchen keine schnellen Antworten.
Sie brauchen Räume, in denen kollektive Weisheit entstehen kann.